space25

Künstler*innen

Annette Barcelo Text Website +

Annette Barcelo (*1943) malt und zeichnet seit Dekaden in einer unverkennbaren Handschrift an einer ureigenen Bilderwelt. Oft übermalt die Künstlerin bereits vorhandene Trägermaterialien für ihre Bilder, die düstere Landschaften abbilden oder in denen sich groteske Kreaturen – in den Worten der Künstlerin: Seelentiere – breitmachen. Die Gemälde verbindet eine skurrile Atomsphäre; der Tod ist allgegenwärtig, ins Bild gebracht durch Särge oder Totenköpfe. In der Serie Beste Freunde (2021) sind die Figuren vor schwarzem Hintergrund und im engen Bildausschnitt portraitiert, was eine Verortung der Gestalten erschwert und sie in einen Traumraum verbannt. Die Paare aus Vögeln und Vierbeinern sind in seltsame Verhandlungen verstrickt, es bleibt unklar, ob die Verbindungen parasitär oder symbiotisch sind, ob sich die Tiere in lustvoller Zuneigung oder im Kampf begegnen. Mysteriöse (Zwie)gespräche prägen auch Nacht der Tiere (2021): Einer Gestalt mit schreckensgeweiteten Augen sitzt ein Kobold im Nacken, ganz so, als ob er die Figur in die Unterwelt reiten würde; gleichzeitig halten sich seine feingliedrigen Finger geradezu zärtlich an ihr fest – die von maskenhaften Tiergesichtern bevölkerte Zwischenwelt ist eben nicht bloss schwarz oder weiss.

Anna Maria Balint Text Website +

Jürg Stäuble Text Website +

Franziska Furter Text Website +

Sara Gassmann Text Website +

Jahic / Roethlisberger Text Website +

Esther Hiepler Text Website +

Max Leiß Text Website +

Alexandra Meyer Text Website +

Mireille Gros Text Website +

Luisanna Gonzalez Quattrini Text Website +

Im malerischen Werk von Luisanna Gonzalez Quattrini (*1972) finden sich unterschiedlich manifestierende Balanceakte wieder; von den gestapelten Farbflächen der Acumulación Werke, denen ein gewichtloses Aufeinanderliegen inhärent zu sein scheint, bis hin zu den Schauplätzen ihrer figurativen Traumwelten. Mit dünnen Farbschleiern geformt schweben Figuren auf Wasseroberflächen, tanzen auf pastelligem Grund und treffen sich zum Austausch vergessener Geschichten. Doch kaum sind sie in ihrer Form erschienen, bahnt sich ein Gefühl und das Bewusstsein um ihre Vergänglichkeit an – frische Erinnerungen an Träume, ähnlich dem Zustand des Erwachens. Durch die weiche Pinselführung ihrer Ölmalerei schafft sie die Hülle einer leichten Unschärfe, im steten Begriff dem Auge zu entgleiten. Das idyllische dieser Welten scheint nicht ungestört zu bleiben, denn manchmal scheint Unverständnis im Paradies bestehen zu bleiben. Die Künstlerin setzt sich in sensibler Aufmerksamkeit mit den Tiefen und Mythen jeglichen Daseins auseinander und verleiht diesen gleichermassen Ausdruck im Narrativ abstrakter Wirklichkeiten, wie in den Figurationen ihrer Akkumulationsstücke. Dabei bilden Lichtspiele und fluide Formgebung stets den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit.

Werner von Mutzenbecher Text Website +

Barbara Maria Meyer Text Website +